Den Zusammenhand zwischen Religion und Wirtschaftskraft stellte Professor Sascha O. Becker von der University of Warwick, stellvertretender Direktor des dortigen Forschungszentrums für globale Ökonomie, in einer Studie fest.

Der Grund ist die protestantische Arbeitsmoral, und der Bildungsrückstand in katholischen Gebieten. „Ich will nicht behaupten, dass die heute in Europa zu beobachtenden Unterschiede per se auf die Religion zurückzuführen sind“, so Becker, „aber durch ihr stärkeres Bildungsstreben haben sich die Protestanten bis heute einen wirtschaftlichen Vorteil verschafft.“

Die Katholiken mögen es gerne pompös. Foto: Landwehr.

Die Katholiken mögen es gerne pompös. Foto: Landwehr.

Überraschend ist das nicht. Denn auch in Deutschland lassen sich solche Unterschiede immer noch feststellen. Auch wenn diese, das bestätigt auch Becker in seiner Studie, heute kaum noch nachweisbar sind. Schaut man auf die pietistischen Teile Schwabens, so sind diese Regionen auch heute noch von einer starken Wirtschaftskraft geprägt. Und während der Pietist erst fleißig lernt und später ebenso fleißig arbeitet, klüngelt sich etwa der katholische Rheinländer durchs Leben. Das funktioniert auch, ist aber eben irtschaftlich nicht so erfolgreich.

Der Pietist ist hart zu sich selbst, der Katholik ist gut zu sich selbst. Und wenn man, wie der Katholik, sich mal was gönnt und auch mal kräftig feiert, dann bleibt eben am Ende auch weniger übrig. Die Italiener sind sozusagen die Rheinländer Europas. Die Schweden sind die Pietisten, und was machen wir mit den Griechen? Die sind meist orthodoxe Christen. Und seit dem Besuch von Papst Benedikt in Deutschland wissen wir: „Unter den christlichen Gemeinschaften steht uns die Orthodoxie am nächsten“, so der Papst. Na also, dann wissen wir ja, warum es in Griechenland nicht so recht läuft.