Während die Nachrichten eintrafen, dass Luis Posada Carriles und verschiedene extrem radikale Organisationen in den USA sich vornehmen, Pläne von weiteren paramilitärischen Gewaltaktionen gegen Kuba zu verwirklichen, wurde am 1. Juli 2010 in Venezuela der internationale Terrorist Francisco Antonio Chávez Abarca festgenommen. Es handelt sich um eines der Bindeglieder der zentralamerikanischen Terroristenketten, die ihn zu Gewaltakten gegen Kuba durch die kriminelle Fundación Nacional Cubanoamericana (FNCA, kuba-amerikanische Nationalstiftung) und Elementen des Consejo por la Libertad de Cuba (CLC, Freiheitsrat für Kuba), benützten.

Posada Carriles, der auf der Flucht vor der venezolanischen Justiz ist, verfolgt weiterhin aktiv Pläne gegen Kuba inner- und außerhalb von Nordamerika, indem er Geld und Kontkate bei Politikern und lokalen Beamten sammelt, als ob er sich nicht erinnerte oder es ihn nicht kümmerte, dass er wegen eines kleinen Einreisedelikts nächstes Jahr vor Gericht zu erscheinen hat.

Kuba musste über 5 Jahrzehnte zusehen, wie sein nördlicher Nachbar – insbesondere die Stadt Miami – anerkannten Terroristen Unterschlupf und Sicherheit vor und nach dem Triumph der Revolution gewährt hat. Das dort Gelder über Bankkonten laufen und damit die Planung und Ausführung krimineller Aktionen gegen Kuba finanziert wird, ist ein offenes Geheimnis. Das unzählige dieser Aktionen im Auftrag der CIA und des FBI erfolgen ebenfalls.

Chávez Abarca gesteht, dass seit September 2005 die Ermordung des venezolanischen Präsidenten geplant wurde.

Ist Terrorismus nicht mehr Mode?

Posada Carriles war als „Ehrengast“ zum Jahreskongress der Terrororganisation ALPHA 66 am 27. und 28. Februar 2010 eingeladen. Er schlug vor, die Planung der paramilitärischen Gewaltaktionen gegen Kuba wieder aufzunehmen.

Obwohl die Verantwortlichen dieser Gruppierung zu verstehen gaben, dass ihre Strategien vorsieht, sich nach außen hin in eine politische Partei mit zivilem und friedlichem Charakter umzuwandeln, haben sie beschlossen, den Terrorismus als Instrument der Zerstörung der kubanischen Revolution als Hauptzweck zu wählen. Deshalb schlugen sie vor, erneut Gelder zur Anschaffung neuer Schiffe, die mit Artillerie und Maschinengewehren bestückt werden sollen, zu sammeln. Damit war ein Angriff auf die Küsten und die Besetzung Kubas vorgesehen.

Am 22. März, also ein paar Tage nach diesem Kongress, wurde die Residenz des kubanischen Botschafters in Guatemala angegriffen, wobei Explosionsgeschosse aus einem Granatwerfer großen Schaden anrichteten.

Am Ende seiner Legislaturperiode startete er Ende Mai 2010 erneut die Terrororganisation „La Rosa Blanca“.

Die „Rosa Blanca“ war seinerzeit die erste konterrevolutionäre Organisation in den USA, welche durch die Schergen der Diktatur von Fulgencio Batista, der wegen seiner Missbräuche und Verbrechen aus Kuba geflohen war, betrieben wurde. Ab 1959 verbündete er sich mit der Central Intelligence Agency (CIA) und mit dem dominikanischen Diktator Rafael Leonides Trujillo, um einen Aufstand in den Bergen von Escambray (Anm. d. Red.: Gebirge im Zentrum von Kuba) zu organisieren. Hier steckten sie Schulgebäude, Bauernhöfe, Zuckerrohrplantagen und Textilfabriken in Brand. Das Resultat waren zahlreiche Verwundete, Verstümmelte sowie beträchtlicher wirtschaftlicher Schaden.

Weshalb und wozu eine derartige Organisation wiederbeleben, und das im 21. Jahrhundert durch ein Kongressmitglied der USA?

Diaz Balart’s gegenwärtiger Schwindel vermag die Absicht nicht zu verbergen, einen Teil der Millionen schweren Gelder, welche die amerikanische Regierung als Subventionen verteilt, zu erhalten. Alle wollen sich dieser Beute bemächtigen. Weitere bekannte Terroristen sind Roberto Martin Pérez und seine Mitkämpfer, welche von Folterern der Batistadiktatur abstammen und sich an der Neugründung der „Rosa Blanca“ beteiligten.

Seine Kongresskollegin Ileana Ros-Lehtinen, welche sich die Bezeichnung „Reißende Wölfin“, einhandelte, trägt die Verantwortung dafür, mehr als irgend jemand anders in der Politkampagne 1988 für die Befreiung von Orlando Bosch getan zu haben. Dieser gilt als Drahtziehers eines Attentates auf ein kubanisches Flugzeug, welches 73 Personen das Leben kostete.

Im Jahre 1991, während der Administration von George Bush Senior, verhandelte die Kongressistin Ileana Ros-Lehtinen vom Präsidenten 3 Flugzeuge der US-Streitkräfte vom Typ 0-2, die Militärausführung der Cessna, welche für Erkundungsflüge eingesetzt wird. Dieselben waren für die Gruppierung „Hermanos al Rescate“ (Brüder zur Rettung), die unter der Leitung von José Basulto, Ex-Söldner der Schweinebuchtinvasion steht, bestimmt. Er ist als Terrorist und Agent der CIA bekannt. Am 19. Juli 1992, zu Beginn der Luftmanöver, erschienen in der Presse zum ersten Mal Fotos der an die konterrevolutionäre Gruppe überreichten Flugzeuge, welche die klar erkenntliche Aufschrift USAF trugen. Der Artikel war vom Editor des „Miami Herold“ verfasst, welcher an einem Flug dieser Maschinen teilnahm.

Angestiftet von den Kongressmitgliedern Ileana Ros und Lincoln Diaz-Balart sowie anderer konterrevolutionärer Organisationen in Miami, führte genannte Gruppe Provokationsflüge über kubanischem Hoheitsgebiet durch. Damit sollte den günstigen Verhandlungsgesprächen zwischen Kuba und den USA geschadet werden. Diese waren, aufgrund des Migrationsabkommens vom September 1994,im Mai 1995 vorgesehen.

Unter der Anleitung der Mafia von Miami konzentrierte die Gruppe all ihre Bemühungen auf die Schaffung eines Zwischenfalls innerhalb von 20 Monaten, indem 25-mal das Hoheitsgebiet von Kuba, inklusive Einsätzen über der Stadt Havanna, verletzt wurde. Dabei wurden aus der Luft bestimmte Gegenstände abgeworfen bis es am 24. Februar 1996 zum Abschuss der Flugzeuge kam.

Diese Provokationen trübten erneut die Beziehungen zwischen Kuba und den USA und förderte die Annahme des  „Gesetz Helms-Burton“, dessen Inhalt die Lösung der Probleme zwischen den beiden Nationen aufgrund von gesetzlichen Mitteln zur Aufhebung der eisernen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade der Nordamerikaner, erneut in unbestimmte Ferne verschob.

Eine weitere Bevorzugung der Mafia spielte sich 2008 ab mit der Begnadigung durch den Präsidenten des Terroristen Eduardo Arocena, dem geistigen Urheber der Ermordung des kubanischen Diplomaten bei der UNO, Félix Garcia Rodriguez 1980, sowie wegen Bombenlegung an öffentlichen Orten der USA.

Vor kurzem spielte Ros-Lehtinen wieder eine wichtige Rolle beim sammeln von Geldern, um die Anwälte von Posada Carriles zu bezahlen.

Der terroristischen Organisation FNCA, welche Ros-Lehtinen für den Kongresseinzug auf ihren Wahllisten führte und den ganzen wirtschaftlichen und politischen Einfluss dazu einsetzte, versprach bereits im Jahre 1989: „Die Ziele der FNCA sind auch meine Ziele!“ Einer Reporterin der BCC gegenüber bemerkte sie 2006 gelassen aus ihrem Büro in Washington: „Ich werde die Möglichkeit prüfen, wie ich Fidel Castro umbringen kann.“

Da nun Chávez Abarca verhaftet wurde, befassten sich mehrere Analysten mit den dadurch in den USA entstandenen Befürchtungen unter Kongressmitgliedern und Beamten, die im Schatten von engen Freunden von Posada Carriles, CIA und FNCA Politkarriere gemacht haben. Aus den Kommentaren geht hervor, dass dies wohl die beiden antikubanischen Kongressmitglieder von New Jersey, Bob Mendénez und Albio Sires seien. Der Ersterwähnte beschirmt immer wieder Terroristen, seitdem er für die Gemeindeangelegenheiten als „Berater“ Alfredo Chumaceiro Anillo tätig ist. Am 24. Juli 1976 versuchte er während des Auftrittes einer kubanischen Künstlergruppe das Theater im Lincoln Center in die Luft zu sprengen.

Menéndez war Schwiegersohn und eng verbunden mit dem verstorbenen Direktor der FNCA, Arnaldo Montón Plasencia, der nebst seinen Beiträgen für die Wahlkampagnen von Menéndez auch 25.000 Dollar Unterstützung für die Terroranschläge 1997 spendete. Als rechte Hand diente ihm José Manuel Alvarez, alias El Oso („Der Bär“). Dieser leitete die Vorbereitungen für die Ermordung des erwähnten kubanischen UNO-Diplomaten. An diesem Verbrechen beteiligte sich, neben dem bestraften Arocena, dem Ex-Leiter von Omega 7, direkt der Meuchelmörder Pedro Remón Rodriguez, welcher auf den Beamten schoss. Jenes Verbrechen, wie viele andere auch, blieb unbestraft.

Ein weiteres, Aufklärung bringendes Kettenglied ist der Advokat Guillermo Hernández, einer der aktivsten „Consultants“ von Menéndez. Er wirkt nun als unabhängiger Berater von Posada Carriles um zu verhindern, dass dieser an Venezuela ausgeliefert wird.

Das Kongressmitglied Albio Sires zählt zu seinem engsten Beraterstab mit Angel Manuel Alfonso Alemán, alias La Cota („Nahkampfwaffe“), Mitglied des Terroristenkommandos, das 1997 in Puerto Rico inhaftiert war. Er befand sich an Bord eines Bootes der FNCA, schiffte in Richtung der Insel Margarita (Venezuela) in der Absicht, den Armeechef  Fidel Castro Ruz mit Hilfe von schweren Waffen, anlässlich dessen Beteiligung am 7. Gipfeltreffen der iberoamerikanischen Staatschefs, zu ermorden. Alfonso Alemán ist eines der wichtigsten Bindeglieder zu Posada Carriles und der radikalen Mafia in Miami.

Auch wird es niemanden erstaunen, dass die traurig-berühmte FNCA (Nationale Cuba-Amerikanische Stiftung) das zeitlich unbegrenzte Patronat aller verborgenen Terroristenverbindungen, die unsere Interessen inner- und außerhalb unseres Landes beeinträchtigen wollen, übernommen hat. Sie gibt sich nach außen einen moderaten Anstrich, finanziert und versorgt aber mit ihren Mitteln die Provokationsaktionen der sogenannten „Damas de blanco“ („Die Damen in weiss“, eine Frauengruppe von Dissidenten oder Opositionellen aus Kuba, die von USA Gelder kassieren und deshalb in Kuba einen eher schlechten Ruf geniessen) und versucht die interne Unzufriedenheit zu schüren. Dazu dienen ihnen eigene und von USA-Organisationen zur Verfügung gestellte Finanzquellen.

Die Wahlen in Venezuela im Visier

 

Wäre der Terrorismus nicht mehr „in“, weshalb wäre Chávez Abarca nach Venezuela gereist? Mit was befasste er sich während seiner verdächtigen Bewegungen durch Zentralamerika? Wer steht hinter seinen Aktionen? Was unternahm die US-Regierung um die Verwirklichung seiner Terrorpläne in Miami, El Salvador, Guatemala oder Kuba zu verhindern? Wie tatsächlich waren die ergriffenen Maßnahmen der früheren Regierungen von El Salvador, um seiner Mordtätigkeit einen Riegel vorzuschieben?

Der Festgenommene hat bereits zugegeben, Destabilisierungspläne für diese Schwesternation entwickelt zu haben mit der Absicht auch Attentate gegen die Regierung Boliviens zu unternehmen und damit das Bild für die Wahlen vom 26. September zu beeinträchtigen. Chávez Abarca erklärte, dass er beabsichtige, Reifen in Brand zu setzen, Straßenkrawalle zu organisieren und eine politische Partei anzugreifen damit seine Störungsmanöver einem anderen angelastet würden.

Er eröffnete, dass über allen gegenwärtigen Plänen von Posada Carriles die Absicht herrsche, Petroltanker zwischen Venezuela und Havanna zu versenken. Er fügte an, dass die Nationale Cuba-Amerikanische Stiftung rund 100 Millionen Dollar für anti-venezolanische Pläne einsetze, da sie Venezuela als die Südamerikanische Finanzsäule  für Kuba, Ecuador, Bolivien und Guatemala betrachte.

Gemäß seinen Erklärungen plante man bereits 2005 den Präsidenten Hugo Chávez zu ermorden und informierte, dass Posada Carriles dazu eine Barret, Kaliber 50, benutzen wolle.

Seitdem der Söldner Chávez Abarca im September 2007 das Gefängnis verließ, nachdem er eine Strafe für Handel mit gestohlenen Autos abgesessen hatte, kam er mit Posada überein, Gewaltaktionen gegen Kuba und andere Länder der ALBA („Alternativa Bolivariana para las Américas“, eine politische Bewegung, die vom venezolanischen Präsidenten Hugo Rafael Chávez Frias gegründet wurde) zu unternehmen, ein Attentat auf den Präsidenten Chávez inbegriffen, was ihm materielle Vorteile einbringen sollte.

Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung besaß er von seinen Vorgesetzten in Florida die Vorgabe, Spionageaktionen in Venezuela auszuführen, die ihm erlaubten, in der Folge seine Aufgaben zu erfüllen.

Mit der Unterstützung von Posada wirkte der Söldner und versteckte sich in Costa Rica, Guatemala und El Salvador.

Im Laufe seiner Vernehmung hat der Festgenommene zugegeben, dass er als Söldner rekrutiert und von Posada Carriles persönlich trainiert worden sei. Letzterer gab ihm aus erster Hand Hinweise, wozu gehört, dass er ihm für jede in Kuba gezündete Bombe 2.000 US-Dollar aushändige. Die Befehle wurden ihm in El Salvador, Costa Rica oder Guatemala in Hotels oder anderen Unternehmungen, in denen er Terroristen der FNCA wie Arnaldo Monzón Placsencia, Pedro Remón Rodriguez, Guillermo Novo Sampol und Gaspar Jiménez Escobedo kennt, übermittelt.

Mit Erlaubnis der CIA und Präsidentenfreunden

 

Er fügte an, dass Posada sich damit brüste, alle Gewaltakte nur mit Erlaubnis der CIA auszuführen. Er präzisierte auch, welcher Beamte zur Agentur gehöre, sich um ihn kümmere und mit ihm telefoniere.

Zu den persönlichen Verbindungen von Posada Carriles in El Salvador meint Chávez Albarca, diese seien ausgezeichnet und bestünden zu praktisch allen rechtsgerichteten Ex-Präsidenten. Dabei zitierte er Calderón Sol, Alfredo Cristiani und Francisco Flores, mit letzteren ginge er fischen. Weiter wurde sein Freund Rodrigo Avila, der zweimal Polizeidirektor war, erwähnt.

 

Chávez berichtete weiter, dass 1997 im kubanischen Fernsehen ein Programm erschien, in dem der salvadorensische Terrorist Raúl Ernesto Cruz León seine Verbindungen zur FNCA und Posada Carriles zugab. Gleichzeitig drohte er Posada Carriles, dessen Familie umzubringen, falls seiner Gattin und den Kindern wegen dieser Enthüllung etwas geschähe.

Chávez Abarca rekrutierte und trainierte nicht nur andere zentralamerikanische Söldner, die in Kuba gefangen wurden, sondern legte auch Bomben in der Diskothek „Aché“ und im 15. Stockwerk des Hotels Meliá Cohiba am 12. respektive am 30. April 1997, eine weitere im Hotel Comodoro, anlässlich des internationalen Schachwettbewerbs für Kinder an dem mehr als 40 Kinder teilnahmen. Mehrere Jugendliche spielten fast mit dem Tod, als sie sich anschickten mit dem Sack, worin die Bombe versteckt war, zu spielen.

Die am Vorabend des 1. Mai 1997 entdeckte Bombe im 15. Stockwerk des Hotels Meliá Cohiba enthielt 1,5 kg Plastiksprengstoff C-4, für Militärzwecke und imstande Häuser, Brücken und Schiffe zu zerstören.

Das Terrornetz von Posada Carriles und der FNCA führte zu jener Zeit über 30 Sprengkörper ein (18 in weniger als einem Jahr), 11 explodierten in Touristenzentren, der junge Italiener Fabio Di Cema wurde dabei getötet.

Die FNCA und diejenigen Mitglieder der US-Regierung, die solche Aktionen fördern und erlauben, verfolgen offensichtlich das Ziel, ein glaubhaftes Bild von Kuba zu vermitteln, worin interne Oppositionsgruppen solche Attentate verursachen, Panik und Unsicherheit auslösen; wodurch dem Tourismus und der Wirtschaft mit künstlich erzeugtem Chaos ein harter Schlag versetzt würde.

Parallel zu diesen Gewaltaktionen hat die Mafia von Miami zwischen 1990 und dem Beginn dieses Jahrzehnts im eigenen Territorium der USA mehr als 25 Terroranschläge verursacht. Diese gehen vom Bombenlegen, Aggressionen mit Feuerwaffen, verbalen Drohungen und Provokationen gegen kubanische Interessen, Emigranten, Reiseagenturen und mit Kuba solidarischen Persönlichkeiten oder Organisationen bis zu Todesdrohungen gegen Ex-Präsident Bill Clinton’s Justizministerin Janet Reno wegen ihrer Entscheidung im Fall von Elián Gonzáles.

Im Laufe dieses Jahrzehnts musste ständig mit Attentaten gegen den Armeekommandanten Fidel Castro bei den iberoamerikanischen Gipfeltreffen und seinen weiteren Auslandreisen gerechnet werden. Die Gefangennahme in flagranti von Posada Carriles und seinen Schergen in Panama und zeigte deutlich, dass sie nicht zurückschrecken, ein Genozid auszulösen, bei dem Hunderte von Universitätsstudenten und Teilnehmer an einem von Fidel Castro geleiteten, öffentlichen Akt hätten umkommen sollen.

Ist es vorstellbar, dass solche Absichten aus den Köpfen von Posada Carriles und den Revolutionsgegnern Kubas, welche sogar im US-Kongress sitzen, verschwinden? Wäre die gegenwärtige US-Regierung fähig, die Impulse und den Ehrgeiz der Erwecker und Neugründer dieser alten Mordorganisation auf USA-Territorium zu stoppen

Obwohl, ungerecht und unerklärlich in die Liste der Terroristen beherbergenden Nationen aufgenommen, hat Kuba den Vereinigten Staaten reichliche Beweise seiner ernsthaften und entschiedenen Bekämpfung dieser Geißel geliefert. Obwohl von Washington seit fünf Jahrzehnten Staatsterrorismus als offizielle Politik unterstellt wird, haben wertvolle bilaterale Austausche von Informationen über eben dieses Thema stattgefunden. Diese gingen von kubanischen Warnungen vor einem Attentatsversuch gegen Präsident Ronald Reagan im Jahre 1984 bis zu den Absichten Posada Carriles hin, das Verbrechen der Barbados gegen Linienflüge zwischen Zentralamerika und Kuba 1998 zu wiederholen.

Bei dieser Gelegenheit (16. und 17. Juni 1998) wurden Gespräche mit einer Delegation des FBI geführt, welche den Flughafen von Havanna besichtigte. Sie erhielt Informationen aus erster Hand der verfügbaren Dokumente über Pläne, Beweise, persönliche Daten der Terroristen, genaue Adressen, Verbindungen in den USA und Zentralamerika, Arten der vorgesehenen Operationen, falsche Namen, die für die Reisepapiere vorgesehen waren, Schiffsverstecke, Materiallisten und anderes mehr über Spreng- und Explosionsstoffe, die eingesetzt werden sollten.

Straflosigkeit und Ungerechtigkeit als Antwort

 

Rund ein Dutzend Register, Hunderte von Seiten unbestreitbares Beweismaterial und offensichtliche Fakten, die mit Verantwortlichen und Spezialisten während Stunden ausgetauscht und erörtert wurden, transportierte die erwähnte Delegation in die USA. Bevor sie abreiste versprachen der Leiter der Delegation, ein Beamter des FBI und der damalige Sektionschef der Nordamerikanischen Interessen in Kuba, innerhalb von 14 Tagen die Resultate ihrer Nachforschungen mitzuteilen.

Kuba bezeichnete die Nichtbestrafung und die Anwendung von zweierlei Maßstab, bei der Verpflichtung, den Antiterrorkampf fair zu führen, als unannehmbar. Unser Land verurteilt jegliche terroristische Praktik für oder gegen irgend jemanden. So wurde es vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen ratifiziert. Ebenfalls dort wurde der Staatsterrorismus, dessen Opfer Kuba seit einem halben Jahrhundert ist, als der abscheulichste aller Terrorismen denunziert.

Die gegenwärtige US-Regierung erbte diese dunkle und gefährliche Geschichte. Washington verfügt über genügend Informationen, um verborgene Wahrheiten aufzudecken, welche die Gerichte benötigen im Falle von Posada Carilles und vielen anderen Terroristen, welche frei in den USA leben.

Es ist wichtig und nötig, dass jedermann die Wahrheit erfährt. Diese befindet sich in den Händen der gegenwärtigen US-Regierung, ihrer Sonderdienste und Rechtsinstitutionen. Sie besitzen die Dokumente, die ermöglichen, die Schuldigen zu entlarven und zu sanktionieren. Weitere Terrorakte gegen Kuba, Venezuela und andere Länder könnten vermieden werden.

In diesem Bemühen sind die Enthüllungen des Verhafteten Chávez  Abarca im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen in Venezuela nicht zu unterschätzen. Die Konsequenzen der Terroraktionen von Miami aus, in Staatsstreichen gegen dieses Bruderland und Honduras, der Spionage neuester Prägung gegen die Regierungen irgendeines demokratischen Landes in Zentral-Amerika, welche der Festgenommene erwähnte und was wiederum Fragen über mögliche Verbindungen von ultrarechtsgerichteten Elementen, der CIA und der Mafia aus Miami aufwirft.

Kuba hat berechtigte Gründe sich zu wehren und seinen Kampf gegen den Terror und für die Gerechtigkeit fortzusetzen. Der Gedanke an die 3478 Toten und 2099 körperlich behinderten Landsleute, alle sind Opfer des Staatsterrorismus, machen dem LAnddie Entscheidung leicht, niemals solchen Bedrohungen nachzugeben!

(Aus der kubanischen Tageszeitung Granma von Marco Antonio Martínez Cabrerizo)