Eröffnungstatements
Das Deutsche Atomforum e. V. betrachtet die Kernenergie als sichere, zweckmäßige und rentable Stromerzeugungsform. Kernkraft ermöglicht es, in Deutschland zuverlässig, sicher und zu günstigen, langfristig kalkulierbaren Kosten große Mengen von Strom umweltfreundlich und CO2-arm zu erzeugen. Mit diesen Vorzügen ist die Kernkraft auf absehbare Zeit nicht zu ersetzen. Dementsprechend gehört eine deutliche Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke zum Energiekonzept der Bundesregierung.
Zu den Rahmenbedingungen dieses Konzepts gehören der altersbedingte Ersatzbedarf bei fossilen Kraftwerken und ehrgeizige Klimaziele, die nur mit einer deutlichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Energiesektor erreicht werden können. Diesen Bedingungen kann nur mit der Kernkraft entsprochen werden.
Vor zehn Jahren war die Warnung vor schwindender Versorgungssicherheit noch leicht zu verdrängen. 2009 prognostizierte die DENA unter der Bedingung des Atomausstiegs, dass noch vor dem Jahr 2015 die notwendige gesicherte Erzeugungsleistung im deutschen Kraftwerkspark nicht mehr zur Verfügung stehen könnte, da nicht genügend Kraftwerke gebaut werden, um den Ersatzbedarf zu decken.
Von Gegnern der Kernenergie wird oft behauptet, dass die Verlängerung der Laufzeiten die erneuerbaren Energien behindere. Tatsächlich bildet die Kernenergie für eine CO2-arme Energieversorgung die ideale Ergänzung zu ihnen. Die Kernenergie kann im Netzverbund mit schwankungsanfälligen Erneuerbaren eine sehr gute Regelfähigkeit einbringen. Im Übrigen wird der Ausbau der Erneuerbaren vom EEG garantiert und künftig aus Erträgen der Kernkraft gefördert.
In zahlreichen anderen Ländern ist es im Zuge der Klimapolitik selbstverständlich, den Ausbau oder Neueinstieg in die Kernenergie mit dem Ausbau der Erneuerbaren zu verbinden. Diese Vorstellung eines zukunftsfähigen Energiemix prägt die Energiepolitik der Vereinigten Staaten ebenso wie die Klimapolitik der britischen, schwedischen und französischen Regierungen oder der Führung der KP Chinas.
Mit der Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke wurde ein Einstieg in ein Energiekonzept gemacht, das die planvolle Weiterentwicklung des deutschen Energiesystems ermöglicht und sicher stellt, das Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit weiterhin gewährleistet bleiben.
Brücke in die Zukunft, Beitrag zum Klimaschutz, Garant für billigen Strom und eine zuverlässige Energieversorgung. Mit allerlei - ebenso so schönen wie hohlen - Phrasen hat Schwarz-Gelb im letzten Herbst versucht, den Menschen die Verlängerung der AKW-Laufzeiten schmackhaft zu machen. Die Reaktion kam prompt: Weit über hunderttausend Menschen gingen in Berlin auf die Straße und protestierten gegen den schmutzigen Atomdeal von Bundesregierung und Atomindustrie. Und auch in Stuttgart umzingelten tausende Atomkraftgegner den Landtag und machten deutlich: Nein zum Ausstieg aus dem Atomausstieg, für den sich Ministerpräsident wie kein anderer verkämpft hat. Schwarz-Gelb hat mit den Laufzeitverlängerungen einen befriedeten gesellschaftlichen Großkonflikt ohne Not wieder aufgebrochen.
Gelddruckmaschinen für EnBW und Co.Die uneingeschränkten Gewinner dieses Deals stehen fest: Die vier großen Atomkonzerne RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall. Ihnen dienen die abgeschriebenen Atomkraftwerke als Gelddruckmaschine. Ihre Zusatzgewinne durch die Laufzeitverlängerung werden über 100 Milliarden Euro betragen. Dagegen ist die von der Bundesregierung beschlossene Brennelementsteuer eine Farce. Sie wird jährlich weniger als eine Milliarde Euro einbringen – und das auch nur für sechs Jahre. Diesen Ablass erwirtschaften die Atomkonzerne in gerademal drei Betriebswochen pro Jahr.
Von den zusätzlichen Gewinnen landet aber nichts bei den Kundinnen und Kunden. Denn die hohen Strompreise in Deutschland resultieren aus mangelndem Wettbewerb am deutschen Strommarkt, den die vier großen Atom- und Kohlestromkonzerne in weiten Teilen unter sich aufgeteilt haben. Und die Laufzeitverlägerung zementiert ihre Marktmacht noch weiter – zu Lasten des Klimas, der Menschen und regionaler Stromerzeuger.
Atomkraft blockiert die EnergiewendeAußerdem lässt die Laufzeitverlängerung die Atommüll-Berge weiter wachsen: Jedes Jahr kommen in Deutschland rund 400 Tonnen hochradioaktiven Atommülls neu hinzu. Bis heute weiss niemand, wo der über Jahrtausende hinweg strahlende Müll sicher endgelagert werden kann. Diese Politik auf Kosten künftiger Generationen und der Sicherheit muss beendet werden. Denn Zukunft geht anders. Wer die erneuerbaren konsequent ausbauen will, muss man sich vom System der Großkraftwerke verabschieden. Diesen Systemkonflikt zwischen Atomkraft und einer dezentralen und klimafreundlichen Energieversorgung leugnet Schwarz-Gelb konsequent. Für uns Grüne ist klar: Schmutziger Atomstrom darf die Netze nicht länger verstopfen. Einen konsequenten Ausbau von Wind, Wasser, Sonne und Biomasse wird es nur ohne die Atomkraft geben. Deshalb: Abschalten und den Deal rückgängig machen!
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Ich finde es seltsam, das sich Kühn in den ersten 3 Absätzen darauf beruft, das die Stromkonzerne viel zu viel Geld mit Atomkraft verdient, ohne das der Strompreis dadurch gesenkt wird. Wo is der Sinn ? Wenn wir auf 100 % Erneuerbare Energieen gehen, wird der Strompreis nochmal erheblich Steigen, was einigen Industrieen erheblichen Schaden zufügen wird.
Ich denke der Großteil der Leute, die heuzutage sagen, sie sind für Atomkraft hätten es lieber, wenn wir ohne eben diese Auskommen könnten.
Die einzige Alternative währen allerdings Kohlekraftwerke, deren Co2 Ausstoss meiner Meinung nach schädlicher ist, als die Atomkraft, da der Schaden der durch Co2 Ausgelöst wird, überall Schaden anrichtet, währen der Schaden durch “Atommüll” auf eine Relativ geringe Fläche begrenzt werden kann.
Ein sofortiger Wechsel auf Regenerative Energien gewährleistet leider keine Versorgungssicherheit.
Möglich währe es allerding, das Die Regenerativen Energien gefördert und ausgebaut werden, bis sie eben diese Versorgungssicherheit gewährleisten und in der Zwischenzeit die AKWs dazu Benutzt werden die Differenz, die den Erneuerbaren Energien dazu fehlen, zu Decken.
Die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ist fluktuierend. Anders als konventionelle Kraftwerke, betrieben mit Kohle, Gas, Kernenergie, ist bei erneuerbaren Energien keine Grundlastversorgung sichergestellt. Diese benötigen wir jedoch, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und eine Stromlücke, wie sie die Deutsche Energieagentur prognostiziert hat, zu verhindern. Hierfür sind die Speicherkapazitäten (Punpspeicherkraftwerke und neue Speichertechnologien (Druckluftspeicher, Wasserstoffspeicher etc.)) massiv auszubauen. Auch hier muss ein solcher Ausbau strategisch angedacht und unter Beteiligung der betroffenen Bürger geplant werden. Dies erfordert wiederum Zeit und ist kostenintensiv. Solange dieser Ausbau nicht geschehen ist, ergänzen sich erneuerbare Energien und Kernkraft perfekt.
Bestimmte Branchen sind auch günstige Energie angewiesen, sonst wandern sie ab. Aus diesem Grund hat ja auch die finnische Regierung unter Beteiligung der Finnischen Grünen dem Neubau von Kernkraftwerken zugestimmt!
zur Stromerzeugung. Somit können die Kernkraftwerke die noch hohen Erzeugungskosten der erneuerbaren Energien abfedern und den Übergang unterstützen.
Atomkraft ist Alttechnologie. Wir brauchen sie noch mangels unabhängiger Energieproduktion zu konkurrenzfähigen Preisen.
Die Atomkraftwerke sollten einfacher konstruiert werden, die Entsorgungsfrage durch Umarbeitung dauerhaft gelöst und ein Paradigmenwechsel in Richtung Fusionsreaktor initiiert werden.
Nach dem was wir grade in Japan erleben kann es ja nur eine Antwort geben: Wir müssen weg von der Atomkraft! Wir müssen hin zu dezentraler Energieversorgung, dann haben wir auch kein so großes Problem mit den Netzkapazitäten und der Speicherung!
Für hochradioaktiven Abfall gibt es derzeit kein Endlager in Deutschland. Die Endlagerung hochradioaktiven Abfalls ist aber lösbar, wie Schweden und Finnland zeigen, aber ein großes PRoblem!
weil die angebliche Energiesicherheit nur vorgeschoben ist..wir produzieren schon jetzt mehr Strom als wir verbrauchen..und verkaufen den ins Ausland…und nur um den Energiekonzernen ihre riesigen Gewinne pro Tag längerfristig zu garantieren ..möchte ich das nicht tausende Tonnen strahlendem Atommüll zusätzlich anfallen..weil für die schon angefallen Mengen an Atommüll kein Platz gefunden wurde an dem er sicher gelagert werden kann
Atomkraftwerk sind umso unsicherer, je länger sie laufen!
Bitte ein paar sachlich- wissenschaftliche Kommentare auf der Pro Seite.