CELAC wurde als Entwicklungs- und Analysenorganisation ohne die USA und Canada aus der Taufe gehoben. Chile hat die erste, im Turnus geführte Präsidentschaft inne. Zu den Treffen von CELAC und der EU werden rund 45 Abgeordnete und Funktionäre aus Europa, Lateinamerika und der Karibik eingeladen.

Wirtschaftsminister und Regierungsfunktionäre, welche in Verbindung zu CELAC stehen, erwogen kürzlich die Gründung einer neuen „Finanzarchitektur“ zur Stärkung der Region im Hinblick auf internationale Finanzkrisen. Sie schlugen eine Strategie der „präventiven Unterstützung“ der anfälligsten Staaten vor. Auch zeichneten sie die Hauptlinien von Stärkungsmassnahmen in Fällen von Krisen auf. Diese entsprechen den   Richtlinien der „Erklärung von Viña del Mar“ (Chile). vom Dezember 2012. Eine weitere Zielsetzung der CELAC wurde einstimmig verabschiedet und besteht aus der Stärkung der Wirtschaft nach aussen. Und zwar durch erweiterte Präsenz und Entscheidungsbeteiligung der CELAC in den internationalen Finanzinstitutionen.

Laut offiziellen Quellen in Santiago de Chile und diversen chilenischen Medien befinden sich Havanna und Santiago in permanenter Koordinationsverbindung auf den CELAC-Gipfel und die Ankunft Castros hin. Dieser spielte bei der Bildung der CELAG und mit seinem Vortrag über verschiedene Probleme in der Zone eine herausragende Rolle.

Die Reisepläne Castros lösten bei Politführern und Menschenrechtlern in Santiago Missbilligung aus, wie das Reaktionärsblatt „El Mercurio“ berichtet. Dagegen sähen soziale Organisationen mit Wohlwollen dem Besuch des kubanischen Abgeordneten entgegen.