Eigentlich sollte hier in Zwentendorf für Österreich das Atomzeitalter eingeläutet werden. Doch daraus wurde nichts. Es war im Jahre 1978 als der damalige österreichische Innenminister Erwin Lanc vor die Kameras trat und mit steinerner Miene das Resultat des sonntäglichen Referendums verkündete: 50,47 Prozent seiner Landsleute hatten in der ersten Volksabstimmung der Zweiten Republik ihr Nein in die Urne gelegt. Das Atomkraftwerk war da, ging aber nie ans Netz.

 

Heute ist das Milliardengrab ein Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Auch Japaner kommen, die Führungen sind Montate im voraus ausgebucht. Und Arbeiter anderer Kraftwerke werden hier geschult. Strom wird sein einigen Jahren auch produziert – auf dem Gelände wurde eine Solaranlage installiert.