Zwischen Mythos und Nützlichkeit

Das also war der Oeckl, das „Taschenbuch des öffentlichen Lebens in Deutschland.“ Soweit man bei einem Buch mit rund 2.000 Seiten von einem Taschenbuch sprechen kann. Denn es gehört auch nicht in die Tasche, sondern vielmehr auf den Redaktionsschreibtisch. Und dort hat es, auch im Internetzeitalter, unbedingt seinen Platz verdient.

Denn wer ein paar Seiten im Oeckl blättert bring teilweise erstaunliches zu Tage: Den Verband der Züchter Ostpreußischer Warmblutpferde, die Interessengemeinschaft der Profizauberer (rund 50 Mitglieder) oder den Rohrleitungsbauverband.

14.400 eingetragenen Institutionen, 27.400 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sind hier vereint. Das ist Deutschland zwischen zwei Buchdeckeln, von großer Politik bis zur Kaninchenzucht. Gut organisiert, gut sortiert: Zahl der Beschäftigten, Etat und Beteiligungen und detaillierte Kommunikationsdaten zur schnellen Erreichbarkeit, wie Telefondurchwahlen zur Pressestelle und personengebundene E-Mail-Adressen, gehören zu jedem Eintrag dazu. Damit ist der Oeckl kein Relikt aus alten Journalistenzeiten, sondern ein nützlicher Begleiter der uns sagt: „Das ist Deutschland.“

Der Oeckl erscheint im Festland Verlag Bonn und kostet 124,50 €.

Über den Autor

Gregor Landwehr Jahrgang 1983, ist gelernter Bankkaufmann und studierte anschließend Rhetorik, Kunstgeschichte, Politik und Philosophie in Tübingen. Seit 2005 arbeitet er als freier Journalist. Er hospitierte beim Staatsanzeiger in Stuttgart, der Nachrichtenagentur DDP in Berlin und Potsdam, beim NDR in Osnabrück und im ZDF Hauptstadtstudio.

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2 Kommentare
  1. Von Jonathan Federle (via facebook test) am 23. April 2011 um 23:15

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  2. Von Debatare (via facebook test) am 23. April 2011 um 23:14

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