• Politik & Medien
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Meuterei im Atomkraftwerk

Zum 24. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl eröffnet in Stuttgart das Café Endlager – ein temporärer Ausstellungsraum und begehbares Kunstobjekt mit dem Blick auf Atomkraft, Endlagerung und ihre Protagonisten.

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Die virtuelle Kirche von St. Georg in Second Life. (Bild: PD)

Gott per Mausklick-Kirche wächst im Web 2.0 gegen den Trend

Die Renaissance der Religionen findet vor allem außerhalb der etablierten Kirchen in Europa statt. Daher brechen einige Ortsgemeinden dorthin auf, wo sie noch unerreichte Zielgruppen vermuten. Im Internet-Simulator Second Life zum Beispiel. Dort geht es um die Traditionen des Abendlandes: Gebet, Bibel-Lese und Beichte.

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Dialogmarketing im Wahlkampf

Infratest Dimap fand in einer Untersuchung zum Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen heraus, dass nur 14 Prozent der Wähler von Parteinen direkt angesprochen wurden. Bei der Hälfte der Kontaktaufnahmen wurde keine Reaktion erwartet, sie waren nicht auf einen Dialog angelegt.

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Fragen Sie doch Ihren Abgeordneten

Auf der Internetseite www.Abgeordnetenwatch.de können Internetnutzer Fragen an Politiker stellen. Die Abgeordneten aus Europaparlament und Bundestag können bereits online angefragt werden, demnächst sollen auch die Landesparlamente folgen.

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Erika Steinbach und die Medien

Erika Steinbach in den Medien Ein Saal im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Es ist die Bundesdelegiertentagung der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU, kurz OMV. Auf dem Podium eine Frau mit roter Jacke und blonden Haaren. Ihr Name ruft in Polen oft wenig freundliche Worte hervor, in Deutschland kennen sie viele gar nicht: Erika Steinbach ist CDU-Abgeordnete und Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV). An diesem Nachmittag in Berlin ist sie unter Freunden, doch im Alltag hat sie nicht viele Freunde, auch nicht in den eigenen Reihen. Die CDU und FDP entzweite sie. Während Angela Merkel das Thema am liebsten aussitzen würde, sagte Außenminister Westerwelle, sie solle nicht aus „persönlichem Interesse“ auf ihrem Platz im Stiftungsbeirat bestehen. Im Januar erklärte Steinbach jetzt auf das Angebot für jenen Sitz in der Stiftung zu verzichten. Dabei ist Steinbachs Angebot keineswegs uneigennützig. Sie stellt zwar ihre persönlichen Interessen hinten an, mit den Forderungen die [...]

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Redneragenturen boomen in Deutschland

Das, was die antike Rede als „genus demonstrativum“, als Prunk- oder Festrede, bezeichnet hat, erlebt eine Renaissance. Geschätzte 25.000 Business Veranstaltungen gibt es pro Jahr in Deutschland. Bei den meisten treten Redner von außen als Referent auf. Den Bedarf bedienen Redneragenturen. Seit Anfang der neunziger gibt es sie in Deutschland. Der Trend kommt aus Amerika. Dort sind die Agenturen schon lange verbreitet. Auch der Ex-Kanzler Gerhard Schröder unterschrieb einen Vertrag in New York. Während die Honorare in Deutschland höchsten im fünfstelligen Bereich liegen, meisten darunter, ist in Amerika oft viel mehr drin. Die Keimzelle der deutschen Redneragenturen liegt in Starnberg. Dort hat die Agentur Econ ihren Sitz. Isabel Funke leitet das Unternehmen. „Ein guter Redner“, sagt sie in der Welt, „braucht Charisma, Authenzität, Humor und eine Botschaft.“ Bei Econ sind Redner wie Hans-Dietrich Genscher, Richard von Weizsäcker, Ulrich Wickert oder Roman Herzog buchbar. Für Funke ist es nicht die Aufgabe [...]

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Von Johannes Rau lernen

Am 27. Januar verstarb der Altbundespräsident Johannes Rau im Alter von 75 Jahren in Berlin. Er war Oberbürgermeister von Wuppertal, Wissenschaftsminister und Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen und schließlich Bundespräsident. Mit seinen überraschenden Gesten sorgte der Predigersohn aus Wuppertal für Verblüffung und Faszination. Raus Humor und Gesten Johannes Rau hatte ein Lieblingsthema: Geschichten über Menschen war sein Gesprächsstoff. Er verstand es, Anekdoten und Witze zu erzählen. Durch sein Auftreten verschaffte er sich das Image des leutseligen Menschenfischers. Namen als Schlüssel In seiner Zeit als Ministerpräsident besuchte die niederländische Königin Aachen. Rau holte den verdutzten Oppositionsführer Heinrich Meufels aus der Reihe der Honoratioren heraus und stellte ihn der Königin vor. Natürlich nicht ohne aus dem Stand die Namen der zwölf Kinder Meufels zu nennen. Rau verstand es, Namen zu verinnerlichen. Ähnlich verhielt es sich mit Geburtstagen. So brachte er seinem Gegenüber stets Wertschätzung entgegen. “Nun hör doch mal auf, Junge!” Johannes Rau gelang [...]

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