• Thema Bundestagswahl 2005
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Wahlanalyse im Dezember

Als Reaktion auf das schlechte Wahlergebnis ( 10 Prozentpunkte schlechter als erwartet) erhöht die CDU Jugendorganisation, die Junge Union, den Druck auf die Mutterpartei. Schon auf dem Deutschlandtag im Oktober in Augsburg wurde die Debatte angestoßen. Angela Merkel hat die Diskussion über die Ursachen für das schlechte Abschneiden auf den 5. Dezember vertagt. Auch die parteieigene Konrad-Adenauer-Stiftung hatte in einer Publikation Mängel in der Wahlkampfführung kritisiert. Nach großem Medienecho auf den Artikel hat die Stiftung sich noch nicht in der Sache geäußert. Hinter den Kulissen wächst der Unmut über die Verhandlungsergebnisse. Ein Parteimitglied macht seinem Unmut über die wenigen Kabinettsposten Luft: “Merkel und Kauder haben jetzt die Posten, die sie wollten. Dann müssen Sie auch die Diskussion zulassen.”

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Trotz Kanzlerschaft: Pleite für die CDU

Wahlanalysen von Infratest Dimap und Landau Media geben Aufschluss über den Stimmungsumschwung in den letzten Tagen vor der Wahl. Für viele Beobachter, Politiker und Journalisten, schien das Wahlergebnis eindeutig. Es wurde mit einer Schwarz-Gelben Mehrheit gerechnet. Erst am Ende konnte die SPD Punkt für Punkt aufholen, die Wahl führte zur großen Koalition. Die CDU hat von Beginn an aktiv kommuniziert. Das Wahlprogramm, die anschließende Diskussion über die Mehrwertsteuererhöhung und die Vorstellung des Kompetenzteams. Die SPD kommentierte, dadurch wurde aus Prof. Dr. Paul Kirchhof der “Professor aus Heidelberg”. Das Konzept geht auf: Die CDU wird in diesem Zeitraum in den Medien am negativsten beurteilt. In diesem Zeitraum versucht Prof. Kirchhof sein Steuermodell zu erklären. Die SPD nutzt die Situation, um auf die aus Ihrer Sicht soziale Unausgewogenheit hinzuweisen. Als Folge wird die SPD von den Wählern im Bereich soziale Kompetenz wesentlich höher als die CDU eingestuft. Der Auftritt des Kanzler in [...]

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Wie wählen Frauen?

Erstmals in der deutschen Geschichte kandidiert mit Angela Merkel eine Frau für das Kanzleramt. Spielt das für die Wählerinnen eine Rolle? Aufschlüsse über das Wahlverhalten von Frauen gibt eine aktuelle bundesweite Umfrage, die die WDR-Magazinsendung frauTV bei forsa in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden mehr als 1.000 Männer und Frauen. Die Forderung der Feministinnen „Frauen an die Macht“ scheint für die Frauen demnach weniger bedeutsam. Nur etwa jede Fünfte (21 Prozent) würde sich von einer Frau als Bundeskanzlerin besser vertreten fühlen als von einem Mann. Und nur jede Dritte (35 Prozent) glaubt, es sei an der Zeit, dass eine Frau in Deutschland die Macht übernimmt. Zudem scheinen vor allem junge Frauen wahlmüde: 15 Prozent der Frauen zwischen 18 und 29 Jahren gehen nicht zur Wahl, bei den befragten Frauen aller Altersklassen waren es insgesamt nur 7 Prozent. Der Umfrage zufolge lassen sich Frauen eher als Männer von Themen und Inhalten [...]

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Elefantenrunde ohne Dickhäuter – Die Analyse

Wahl 05: Die Favoriten / Spitzenpolitiker im Kreuzverhör“ in der ARD aus rhetorischer Sicht Der Begriff „Elefantenrunde“ geht auf die Regierungszeit Helmut Kohls zurück. Im Studio sitzen keine Dickhäuter sondern politische Schwergewichte. Die Spitzenpolitikern der im Bundestag vertretenen Parteien stellten sich den Fragen der Moderatoren und auch Kanzler Schröder und seine Herausforderin Angela Merkel trafen so eine Woche nach dem Rededuell erneut aufeinander. Neben Schröder und Merkel stritten auch Außenminister Joschka Fischer (Bündnis90/Die Grünen), der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle und der Spitzenkandidat von Die Linke.PDS, Gregor Gysi bei dieser letzten großen TV-Politikerrunde um die Gunst der Wähler. Gerhard Schröder Der Kanzler präsentierte sich als der Medienmensch. Er lässt Charme spielen und ist wesentlich Angriffslustiger als beim Rededuell. Auch sein Sprechstil ist kämpferisch: “Ich werde, ich will, ich kann”. Thematisch geht er direkt das Thema Kirchhof an. Er führt die Diskussion sehr dominant, lenkt Sie dahin [...]

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Bayrischer Wahlkampf auf Sauerländisch

Er ist ein politisches Schwergewicht und schafft, was vielen anderen Politikern schwer fällt. Bei einem Wahlkampauftritt in Tutzing am Starnberger See fesselte Friedrich Merz die Massen. Das Bierzelt war trotz schlechten Wetters mit 1500 Menschen gefüllt und Merz redete über eine Stunde in freier und angriffslustiger Rede, fast so, als wäre er der Kanzlerkandidat. „Ich komme ja aus einem Land, wo die Menschen nicht ganz so klug sind wie in Bayern“. Dieser Seitenhieb auf Stoiber wurde ebenso bejubelt wie der obligatorische Bierdeckel. Damit braucht sich Merz rhetorisch nicht hinter den CSU Politikern Seehofer und Gauweiler verstecken, mit Edmund Stoiber kann er es schon lange aufnehmen.

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Münte schwächelt

SZ, Tagesspiegel, Welt, sie alle berichten heute einheitlich über den Schwächeanfall von SPD-Chef Franz Müntefering. Die BILD–Zeitung macht groß mit Foto auf dem Titel auf. Müntefering erlitt gestern Abend auf einer Wahlkampfveranstaltung in Homburg/Saar einen Schwächeanfall und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Wird es jetzt bei der SPD auf personell knapper? Wie ein SPD Sprecher mitteilt wurden Termine in den nächsten Tagen abgesagt.

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Lafontaine wird zum „Luxus-Linken“

Nachdem bekannt wurde das Oskar Lafontaine zu einer Veranstaltung der Bild am Sonntag für rund 17.000 Euro per Privatjet aus Mallorca eingeflogen werden wollte, wurde deutliche Kritik laut. Der PDS Politiker Brie bezeichnete Lafontaine als „Napoleon von der Saar“. Lafontaine, der in einer Finca auf Mallorca residierte, stellt sich selbst gerne als Kämpfer für sie sozial Benachteiligten da. Wenn das eigene Handeln mit den politischen Aussagen nicht übereinstimmt wirkt es schnell unglaubwürdig. Lafontaine scheint sich in Privilegien zu verirren und muss sich die Frage gefallen lassen, warum er eigentlich gewählt werden will: geht es ihm lediglich um seine Privilegien oder um soziale Gerechtigkeit? Am Dienstagnachmittag war der Kanzler in Bielefeld zu Gast. Viele Ostwestfalen wollten offenbar die Chance nutzen und den Kanzler, vielleicht zum letzten mal in seinem Amt, in Bielefeld sehen. Ein Großteil der Zuschauer musste sich mit einem „Hörerlebnis“ zufrieden geben. Der große Andrang hatte wohl selbst die [...]

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