Bayrischer Wahlkampf auf Sauerländisch

Er ist ein politisches Schwergewicht und schafft, was vielen anderen Politikern schwer fällt. Bei einem Wahlkampauftritt in Tutzing am Starnberger See fesselte Friedrich Merz die Massen. Das Bierzelt war trotz schlechten Wetters mit 1500 Menschen gefüllt und Merz redete über eine Stunde in freier und angriffslustiger Rede, fast so, als wäre er der Kanzlerkandidat.

„Ich komme ja aus einem Land, wo die Menschen nicht ganz so klug sind wie in Bayern“. Dieser Seitenhieb auf Stoiber wurde ebenso bejubelt wie der obligatorische Bierdeckel. Damit braucht sich Merz rhetorisch nicht hinter den CSU Politikern Seehofer und Gauweiler verstecken, mit Edmund Stoiber kann er es schon lange aufnehmen.

Über den Autor

Gregor Landwehr Jahrgang 1983, ist gelernter Bankkaufmann und studierte anschließend Rhetorik, Kunstgeschichte, Politik und Philosophie in Tübingen. Seit 2005 arbeitet er als freier Journalist. Er hospitierte beim Staatsanzeiger in Stuttgart, der Nachrichtenagentur DDP in Berlin und Potsdam, beim NDR in Osnabrück und im ZDF Hauptstadtstudio.

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