„Kritisches Denken von Marx bis Michael Moore“ verspricht der Autor Robert Misik auf seinem Buchcover. Im Grunde geht es dem linken Publizisten darum, zu zeigen, warum es so schwierig ist, auf kluge weise links zu sein. Er stellt verschiedene Denkschulen von Karl Marx über Antonio Negri, Andreas Baader, Slavoj Zizek bis Michael Moore vor. Dabei analysiert er „Der Neoliberale schließlich belustigt sich über Gedankenspiele aller Art, denn die Realität richtet sich nach Ihrer eigenen Logik: Gegen die mächtige Kraft der kapitalistischen Selbstbewegung kommt niemand an, ist er sich gewiß, und schon gar nicht gemand, der komplizierte Ideen wälzt. Solchen Marktpropheten gelten schon geerdete Typen wie beispielsweise Oskar Lafontaine als abgehobene und realitätsfremd, Leute wie Negri oder Zizek kreisen für sie gewissermaßen in einer anderen Galaxie.“ Und wie gut, so könnte man denken, dass sich Misik in diese Galaxien begeben hat. Denn der eigentlich Nutzen dieses Buches ist, dass er in den einzelnen Kapiteln einen guten über Blick über die genannten Theoretiker gibt. Eine komprimierte, stimmige Zusammenfassung, welche über die teils recht weit hergeholte Analyse von Misik den wirklich lesenswerte Teil ausmacht. Das Buch ist im Aufbau Verlag erschienen und kostet 8,50 Euro.

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