Das also war der Oeckl, das „Taschenbuch des öffentlichen Lebens in Deutschland.“ Soweit man bei einem Buch mit rund 2.000 Seiten von einem Taschenbuch sprechen kann. Denn es gehört auch nicht in die Tasche, sondern vielmehr auf den Redaktionsschreibtisch. Und dort hat es, auch im Internetzeitalter, unbedingt seinen Platz verdient.

Denn wer ein paar Seiten im Oeckl blättert bring teilweise erstaunliches zu Tage: Den Verband der Züchter Ostpreußischer Warmblutpferde, die Interessengemeinschaft der Profizauberer (rund 50 Mitglieder) oder den Rohrleitungsbauverband.

14.400 eingetragenen Institutionen, 27.400 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sind hier vereint. Das ist Deutschland zwischen zwei Buchdeckeln, von großer Politik bis zur Kaninchenzucht. Gut organisiert, gut sortiert: Zahl der Beschäftigten, Etat und Beteiligungen und detaillierte Kommunikationsdaten zur schnellen Erreichbarkeit, wie Telefondurchwahlen zur Pressestelle und personengebundene E-Mail-Adressen, gehören zu jedem Eintrag dazu. Damit ist der Oeckl kein Relikt aus alten Journalistenzeiten, sondern ein nützlicher Begleiter der uns sagt: „Das ist Deutschland.“

Der Oeckl erscheint im Festland Verlag Bonn und kostet 124,50 €.