Nachdem bekannt wurde das Oskar Lafontaine zu einer Veranstaltung der Bild am Sonntag für rund 17.000 Euro per Privatjet aus Mallorca eingeflogen werden wollte, wurde deutliche Kritik laut. Der PDS Politiker Brie bezeichnete Lafontaine als „Napoleon von der Saar“.
Lafontaine, der in einer Finca auf Mallorca residierte, stellt sich selbst gerne als Kämpfer für sie sozial Benachteiligten da. Wenn das eigene Handeln mit den politischen Aussagen nicht übereinstimmt wirkt es schnell unglaubwürdig. Lafontaine scheint sich in Privilegien zu verirren und muss sich die Frage gefallen lassen, warum er eigentlich gewählt werden will: geht es ihm lediglich um seine Privilegien oder um soziale Gerechtigkeit?
Am Dienstagnachmittag war der Kanzler in Bielefeld zu Gast. Viele Ostwestfalen wollten offenbar die Chance nutzen und den Kanzler, vielleicht zum letzten mal in seinem Amt, in Bielefeld sehen. Ein Großteil der Zuschauer musste sich mit einem „Hörerlebnis“ zufrieden geben. Der große Andrang hatte wohl selbst die Organisatoren überrascht und der Rathausplatz reichte nicht aus, um die Massen aufzunehmen. Kein wunder also, dass viele am Ende den Platz enttäuscht verließen. Einen „Kanzler des Volkes“ hatten sich viele anders vorgestellt.

In der nur etwa halbstündigen Rede sprach Schröder von dem was viele hören wollten: soziale Gerechtigkeit, Verantwortung und die Erfolge der Regierung. Die anderen hätten es nicht verdient Deutschland zu regieren, rief Schröder dem Publikum zu.
Lösungsansätze für die Themen Massenarbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum blieb der Kanzler schuldig, dafür „menschelt“ es wieder in der SPD. Trotz oder grade wegen Hartz IV.