Die Regierungspartei CDU setzt in Ihrer Wahlstrategie überwiegend auf die Angst der Bürger vor einer Regierungsbeteiligung der Grünen und einem damit verbundenen Verlust des bisher erreichten. Dies beruht wohl auf der Annahme, dass die CDU im Land keinen Wechseltrend ausmacht. Entsprechend präsidial fällt daher auch die Kampagne aus. Bei den Motiven wird die Wirtschaftsstärke, die Forschungslandschaft und das Bildungssystem thematisiert. Als Claim löst „Gemeinsam für Baden-Württemberg“ jetzt den bisherigen Claim „Die Baden-Württemberg Partei“ ab.

Neu ist, dass keine professionellen Models, sondern eigene Mitglieder auf den Großplakaten in Szene gesetzt werden. Online ist die Partei eher schlecht aufgestellt. Neben der Partei-Seite gibt es die Seite des Spitzenkandidaten Stefan Mappus, dies spiegelt sich auf die Facebook wieder wo sowohl Landes-CDU (1263 Fans) als auch Kandidat (4775 Freunde) eine Seite angelegt haben. Neu ist ein Twitter-Account von Mappus (209 Followers, wobei noch weitere Accounts mit anderen Schreibweisen registiert wurden die ebenfalls einige Follower haben)

Außerdem ist eine Seite Faktencheck-bw.de online gegangen. Dort sollen Aussagen der politischen Gegner widerlegt werden.

Neu ist auch ein zentraler Wahlkampfendspurt am 23. März. Dabei will die CDU eine Halle mit rund 7.000 Anhängern füllen. Ministerpräsident Mappus verspricht „eine Riesennummer mit tollem Programm.“ Intern scheint der Druck recht groß, denn kommen nur die Hälfte der benötigten 7.000 könnte aus dem Großereignis schnell eine peinliche Veranstaltung werden. Wie aus CDU-Kreisen zu hören war werde daher entsprechender Druck auf die einzelnen Verbände ausgeübt mit genügend Leuten nach Ludwigsburg zu kommen.