„Der Osten ist noch etwas besser dran.“
Manifeste rechtsextreme Seniorinnen und Senioren „vertreten ein Menschen- und Gesellschaftsbild, in dem Kampf, Disziplin und Unterordnung, nationale Volksgemeinschaft und Einsatzbereitschaft im Mittelpunkt stehen“, schreibt er in der  Fachzeitschrift „Politische Psychologie“. Ansatzweise sehen die Betroffenen derartige Vorstellungen in der ehemaligen DDR realisiert, nicht jedoch im Westen oder Gesamtdeutschland. Von einem rechtsextremen Parteiaktivisten hört Albrecht, der Osten sei „noch ein bisschen besser dran, da die Elterngeneration im Westen schon seit 40 Jahren auf den falschen Weg gebracht worden ist, was hierzulande nicht war. Die Menschen in der DDR wurden zur Gemeinschaft erzogen.“

„Für die rechtsextremen Seniorinnen und Senioren sind die Werte und Verhaltensweisen der Menschen von heute Ergebnisse falscher bzw. fehlender Erziehung. Was für Frau A. durch eine freiheitliche bzw. antiautoritäre Erziehung misslingt, hat für Herrn B. mit einer Vernachlässigung zu tun. Seines Erachtens haben die Aktivitäten des Staates für die Jugend in jeder Beziehung nachgelassen.“

Albrecht zitiert einen rechtsradikalen Parteifunktionär mit einer überraschenden Information zum Generationenwechsel: Während der 90er Jahre drängten eher Jugendliche in die Partei, inzwischen jedoch mehr Mittelalte und Senioren. Den stärkeren Zulauf Älterer verbindet er mit der „katastrophalen wirtschaftlichen Lage.“ „Wenn sich die negative wirtschaftliche Entwicklung fortsetzt, werden wir künftig noch mehr Zulauf haben.“