Rhetorik in der Praxis

Die ersten Worte sind oft die schwierigsten. Zitate und Anekdoten sind oft eine gute Hilfe, einen Einstieg zu finden.
Eine kleine Materialsammlung finden Sie hier:

Anziehen | Argumentation | Armut | Adenauer | Geld | Politik | Tollwut | Weihnachten | Zeit

Anziehen

„Ich habe nichts anzuziehen“, rief seine Frau dem über ein Manuskript gebeugten Jack London zu. Er antwortete, ohne aufzublicken: „Dann hüll dich in Schweigen.“
unbekannt

„Das Gefühl, gut angezogen zu sein, verleiht dem Gemüt eine Ruhe, die die Religion nicht geben kann.“
Ralph Waldo Emerson, amerikanischer Philosoph

Argumentation

„Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben, und den Mund halten.“ Oscar Wilde

Armut

„Wir waren sehr arm. Aber wir hatten auch viele Sachen die man sich für Geld gar nicht kaufen kann. Unbezahlte Rechnungen zum Beispiel.“ unbekannt

Aufstehen

„Das Gehirn ist ein wundervolles Organ: es arbeitet von dem Moment an, wo du morgens aus dem Bett springst, und hört nicht auf, bis du dein Büro betrittst.“
Robert Lee Frost (1874-1963), amerik. Lyriker

Ehe

„Meine Frau hat mich gleich nach der Eheschließung geschockt.“ – „Wodurch?“ – „Während ich mich noch im siebten Himmel wähnte, war sie bereits im vierten Monat!“
unbekannt

Hartz IV

Ein Sprecher des Ministeriums erklärte nach dem Flop von Hartz I und Hartz II den geplanten Erfolg von Hartz IV mit den Worten: „Hartz I und Hartz II waren Misserfolge, doch weitere werden folgen“

Konrad Adenauer

„Alle menschlichen Organe werden irgendwann einmal müde, nur die Zunge nicht.“

„Da bin ich nicht pingelig.“ – Beim Umgang mit politischen Gegnern.

„Das hat der liebe Gott nicht gut gemacht. Allen Dingen hat er Grenzen gesetzt, nur nicht der Dummheit.“

„Es ist merkwürdig, welche Veränderungen in einem Menschen vorgehen, wenn er auf einem Ministersessel sitzt.“

„Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher.“

„Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“

Geld

„Spare in der Schweiz, dann hast du in der Not.“
schwäbische Weisheit

Ein Schwabe möchte in der Schweiz Geld anlegen. Er tritt an den Schalter und flüstert: „Ich möchte 500.000 Euro anlegen.“ Der Bankangestellte fragt irritiert: „Warum flüstern Sie denn, Armut ist bei uns keine Schande!“


Nachahmung

„Nachahmung ist die aufrichtigste Form des Kompliments.“
unbekannt

Politik

„Amüsiert bin ich über Politikern, die Wählern Quantensprünge zur Lösung von Problemen ankündigen. Das ist ziemlich ehrlich, denn ein Quantensprung bezeichnet in der Physik den kleinst- möglichen Übergang eines Systems aus einem Quantenzustand in einen anderen.“ Vice Ebert, Kabarettist

„Ich hätte gerne ein Regierungssystem, in dem die, die etwas tun wollen, an der Macht sind – und die, die gerne reden, die Opposition bilden.“
Edward Heath (*1916), englischer Politiker, 1970-1974 britischer Premierminister

Schildbürgerstreich: Man wirft den Schatz über Bord und markiert die Stelle am Boot. unbekannt

Tollwut

In einer Gemeinde ist Tollwut ausgebrochen. Der Bürgermeister gibt diesen Erlass heraus: „Wer seinen Hund frei herum laufen lässt, wird erschossen.“ Der Gemeinderat fordert den Bürgermeister auf, den Erlass zu überarbeiten. Am nächsten Tag lautet er: „Wer seinen Hund frei herum laufen lässt, wird erschossen, der Hund“

Weihnachten

= Eine Zeit der Stille und Besinnung, bis jemand auf die Idee kam, daß Geschenke sein müssen.
Unbekannt

= Ein Fest der Freude. Leider wird dabei zu wenig gelacht.
Jean-Paul Sartre (1905-80), frz. Philosoph u. Schriftsteller

„Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.“
Joachim Ringelnatz (1883-1934), eigtl. Hans Bötticher, dt. humorist. Lyriker u. Erzähler

„Es ist sehr fraglich, ob Gänse, Karpfen und Truthähne das Weihnachtsfest als Erlösung betrachten.“
Gerrit Vissers

„Vermeiden Sie den Weihnachtsansturm, und kommen Sie schon jetzt in unsere Kirche. Freuen Sie sich nicht erst zu Weihnachten, daß Christus geboren ist. Freuen Sie sich schon jetzt darüber.“
unbekannt

„Das Christentum ist bei den meisten keine Inbrunst mehr, sondern eine bequeme Gewohnheit.“
Sören Kierkegaard, dänischer Philosoph

„Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.“
Kurt Marti, Schweizer Pfarrer und Schriftsteller

„Die Kunst des Schenkens liegt darin, einem Menschen etwas zu geben, das er sich nicht kaufen kann.“
Alan Alexander Milne, englischer Kinderbuchautor („Puh, der Bär“)

„Weihnachten offenbart die Temperaturen im Umgang der Menschen miteinander.“
Kardinal Karl Lehmann, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz

Zeit

„Zeitmanagement ist Unsinn. Sie können die Zeit nicht managen – nur Ihr Verhalten“ unbekannt

„Die Zeit ist eine Vase. Es kommt darauf an, ob man Disteln oder Rosen hineinstellt.“ unbekannt

„Die Zeit läuft. Weder schleicht noch schlendert, noch wandert sie.“ unbekannt

„Einszweidrei, im Sauseschritt,/ läuft die Zeit; wir laufen mit.“ Wilhelm Busch

„Liebst du das Leben? Dann verschwende nicht die Zeit! Denn das ist der Stoff, aus dem das Leben gemacht ist.“
Benjamin Franklin

„Man kann die Uhr anhalten, aber nicht die Zeit.“ unbekannt

 

„Zeit ist, was wir aus ihr machen.“ unbekannt

Sonstiges

Nicht kritisieren, erst probieren!