- Landtagswahl 2006 in Baden Württemberg
CDU ja, Oettinger nein
Sechs Wochen vor der Wahl sagen die Vorhersagen für die CDU 49 Prozent voraus. In der Partei warnt man vor zu viel Optimismus damit nicht “ein schmerzhafter Prozentsatz” der Stammwähler zu Hause bleibt. Oettingers Beliebtheit liegt hinter der seiner Partei zurück. Ein ungewöhnliches Phänomen begleitet Günther Oettinger. Bei einer Direktwahl würden nur 43 Prozent für Oettinger, 37 Prozent für seine Herausforderin Ute Vogt stimmen. Die Popularität des Amtsinhabers liegt damit unter dem Wert seiner Partei. 39 Prozent der Befragten CDU-Anhänger bewerten ihn mit “geht so”. SPD findet keine Themen Im Gegensatz zu ersten Befürchtungen konnte die SPD nicht von den Querelen um den Rücktritt des Sozialminister Renner profitieren. Auf sie würden 29 Prozent der Stimmen entfallen. Die SPD hat Probleme Themen zu besetzten. Durch das Thema “Rente ab 67″ aus Berlin erhält die Südwest-SPD zudem Gegenwind.
mehr...Bischof-Pöbelei sorgt für Wirbel bei der CDU – Renner tritt zurück
Das hatte sich die CDU anders vorgestellt: bei ihrem Landesparteitag in Offenburg wollten die Christdemokraten vor der Landtagswahl Geschlossenheit demonstrieren. Das man “in der Tat besser” sei, dieses Signal sollte von der Veranstaltung ausgehen. Zwei Monate alte Äußerungen holen Renner ein Die Äußerungen die vor dem Parteitag die runde machten stammen aus dem Juli 2005. Der Minister soll in einem Gespräch über den Christopher Street Day (CSD), über den er die Schirmherrschaft übernahm, zum katholischen Bischof Gebhard Fürst gesagt habe: “Halten Sie sich da raus. Fangen Sie doch erst mal an, Kinder zu zeugen.” Fürst und Medienvertreter bestätigten die Aussage. Renner selbst behauptet folgenden Satz gesagt zu haben: “Dann lassen Sie erst mal zu, dass Priester Kinder zeugen.” “Bush gehört abgeschossen” Ministerpräsident Oettinger hielt zunächst an Renner fest. Als der Druck aus der eigenen Partei und von der Opposition im Landtag zu groß wird, gibt Renner seinen Rücktritt bekannt. Der [...]
mehr...Dialogmarketing im Wahlkampf
Infratest Dimap fand in einer Untersuchung zum Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen heraus, dass nur 14 Prozent der Wähler von Parteinen direkt angesprochen wurden.
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Die Ausgangssituation: Bei der Bundestagswahl musste die CDU in Baden-Württemberg Verluste hinnehmen. Das nährte die Spekulationen einer schwarz-grünen Koalition. Die liberalen sind in Baden-Württemberg traditionell stark vertreten. Für die SPD geht Ute Vogt als Spitzenkandidatin ins Rennen. Vogt war Staatssekretärin bei Innenminister Schily. Spitzenkandidat der CDU ist der Amtsinhaber Günther Oettinger. Aus SPD Kreisen wurde bekannt, das der Claim “Unser Land kann mehr” lautet. Die Aussage ist, dass Baden-Württemberg unter seinen Möglichkeiten regiert wird. Das Wahlziel ist, stärkste Fraktion zu werden und die Ministerpräsidentin zu stellen. Dazu steht ein Wahlkampfbudget von 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Agentur ist “Leonhard & Kern”, Wahlkampfleiter Wolfgang Drexler. Über die Strategie der CDU ist noch wenig bekannt. Ein Wahlkampfleiter ist noch nicht benannt. Als Agenturen sind “DGM”, “bsd (Kreation)” und “Netzwerk P” beauftragt. Selbst gesetztes Ziel ist es, stärkste Fraktion zu werden und den Ministerpräsidenten zu stellen. Zum Budget und den Themen wurden [...]
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